Aktuelle Ausstellung

REVISION. ERINNERUNG AN DIE VERLORENEN DINGE. Gerhard Lienemeyer.

Eine Exclusiv-Freikarte ohne Destination, die Kandi- daten-Karte einer Lotterie, eine letzte Aufforderung zum Gewinn-Abruf: Das Wimmelbild von Gerhard Lienemeyer enthält neben einer Fülle von skurrilen Alltagsgegenständen auch allerhand Glücksverspre- chen, die wir in der nun beginnenden Post-Coro- na-Zeit gut gebrauchen können. Es ist der Glaube an die Verheißung, der mannigfaltig aufgefächerte Wunsch nach einer Rückkehr zum ganz Alltäglichen, die diese Arbeit des bekannten Frankfurter Grafikers und Gestalters so besonders und aktuell machen.
Im Zentrum findet sich ein grafisches, grün-rot angelegtes NEIN, das sich, 1988 erfunden und seither in unzähligen Fassungen variiert, wie ein roter Faden durch das Werk von Gerhard Lienemeyer zieht. Auch dieses NEIN passt ins Jetzt, denn es kann uns daran erinnern, „nein“ zu sagen zu falschen Gewichtungen in unserem Leben vor Corona. Integriert in die Colla- ge sind ungestempelte Postwertzeichen als Chiffren für die Beförderung in eine bessere Zukunft. Lienemeyer hat diese in den 1990er Jahren als Sondermarken gestaltet und in unser visuelles Gedächtnis eingeschrieben. So findet Walter Triers Kult-Cover für Erich Kästners „Emil und die Detektive“ mit seiner Berliner Litfaßsäule auf die Frankfurter KunstSäule.

 

Die Open-Air Ausstellung ist 24 Stunden täglich geöffnet, vom 1. April 2022 bis 23. Juni 2022.

Bitte achten Sie zu Ihrer eigenen und aller anderen Sicherheit auf die Einhaltung der allgemein bekannten Hygiene- und Gesundheitsstandards.
 
Gefördert vom Kulturamt Frankfurt und vom Ortsbeirat 5.
Vielen Dank an die Firma Ströer für die Säule und an das Grünflächenamt Frankfurt.

Standort
Die Frankfurter KunstSäule steht am „Am Alten Friedhof“, Brückenstraßen-Spielplatz

(Brückenstraße/Gutkowstraße) im „Brückenviertel“ in Frankfurt-Sachsenhausen.