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14. Ausstellung vom 24. Juni – 2. September 2021
CODE. Thomas Wunsch
Konkretes aus dem urbanen Kontext wird in den Arbeiten von Thomas Wunsch zu reiner Abstraktion. Der Fotokünstler versteht es seit vielen Jahren, seine Sujets in magische, ästhetisch attraktive Bilder zu transformieren. Seine Arbeiten wurden einmal als kunstvolle Inszenierung von Meditations­landschaften bezeichnet. Ihn interessieren in seiner Arbeit besonders solche Strukturen, die ein Geflecht aus Farbflüssen, Passagen, Übergängen und Verzahnungen sind und die er in Metropolen wie New York, London und Peking findet. Aber erst durch seine spezielle digitale Bearbeitung am Computer­ finden seine Fotografien ihre künstlerische Dimension. In seiner Serie CODE auf der Frankfurter KunstSäule waren zusätzlich zur Abstraktion noch Typo-Elemente oder Zahlen zu sehen. Diese Schriftfragmente entzogen sich der Dekodierung durch den Betrachter und bewirkten eine zusätzliche Mystifizierung seiner Fotografien.

Die Ausstellung war Teil des Rahmenprogramms von RAY 2021 (Plus).

13. Ausstellung vom 26. März – 24. Juni 2021
LIGHT FLESH. Katja Windau
Die Frühjahrsausstellung der Frankfurter KunstSäule passt in unsere zerrissene Zeit, in der vieles aus den Fugen geraten ist. Der Blick der Hamburger Künstlerin Katja Windau richtet sich in die USA, wo sich unlängst massiver Widerstand gegen Polizistenwillkür, Polizeigewalt und frappierend breit veran-kerten Rassismus gebildet hat. Flashlight bedeutet Taschenlampe, Spots auf der Säule verweisen auf Kreideumrisse auf der Straße und nächtliche Polizeisuchaktionen. Und Light Flesh steht für einen hellen Hautton, der die Grundfarbe der Säule bildet. Das Light im Titel der Ausstellung ist allerdings gestrichen, denn alle Menschen sind, unabhängig von der Tönung der sie bedeckenden Haut, aus dem gleichen Fleisch. Ausschnitte durchbrechen die uniforme Fläche: Die hier verwendeten Schwarzweißaufnahmen sind 2020 von Foto-graf*innen bei Black-Lives-Matter-Protesten aufgenommen worden und verweisen auf einen zermürbenden Aspekt unserer Lebenswirklichkeit.

12. Ausstellung vom 11. September 2020 – 25. März 2021
GEBOGENER SPIEGEL
von Xue Liu

Art meets Fashion: Die Frankfurter KunstSäule zeigt in der Herbstausstellung eine Arbeit des in Frankfurt lebenden chinesischen Künstlers Xue Liu. Er wählt die für Werbesäulen typische Überfülle an Bildern als Thema, indem er die Fläche mit kopflosen Leibern in T-Shirts füllt, das Handy in Selfiemodus sichtbar. Es sind allerdings keine Modeartikel, die hier im Zentrum stehen, sondern Fotografien von mit Textilstift handbemalten Shirts, die der Künstler als Unikate anfertigt. Wenn er etwa den früh verstorbenen schwarzen Basketballspieler Kobe Bryant malt, hat das auch eine politische Ebene. Seit letztem Jahr nutzt der Städelschulabsolvent (Meisterschüler von Christa Näher) Taschen und Kleider als Fläche für seine Kunst. Dass man mit der Kunst auf diese Weise mobil und öffentlich lebt, ist sein Credo, als Gegenmodell zur Kunst auf Leinwand im White Cube. Die Kunst wird hier nur mittelbar gezeigt, es ist eine seltene Form des künstlerischen Understatements. Letztlich ist die Arbeit auch eine Kritik am Selfie-Selbstinszenierungswahn, in dem wir leben. Der Betrachter der Säule findet sich in Wahrheit auf der Säule. Allerdings ist der Kopf abgeschnitten, das Individuum entfernt, und es wird so zum Träger von Kunst. Bei der Eröffnung wurden auch einzelne seiner Kunst-T-Shirts von verschiedenen Personen getragen.

11. Ausstellung vom 26. Juni – 10. September 2020
ERECT von Anna Nero
Die in Moskau geborene Frankfurter Künstlerin Anna Nero kreiert in der Sommerausstellung der KunstSäule eine rätselhafte, leicht beunruhigende Welt. Die Absolventin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig richtet ihren Blick ins ungefällige Eingemachte: Sie entwirft eine variantenreiche Fülle entblößter Körper, die einen degeneriert biologischen, frappierend erotischen, ja medizinischen Charakter haben. Ihr Kosmos, den man auch als Farbfeldmalerei bezeichnen kann, bewegt sich zwischen Figur und Abstraktion. Anna Neros seit einigen Jahren in leuchtenden Farben entstehende Körperwelt erscheint wie eine zugespitzte, ästhetische Vorwegnahme des Corona-bedingten medialen Bildkosmos, dem wir im langen Kampf gegen das Virus gegenwärtig ausgeliefert sind. Ihre virtuellen Objekte entstehen am Computer, manche werden als Plastik auch dreidimensional. Teil der Arbeit an der Säule wird sein, einzelne Elemente auch fühlbar aufzubringen.

10. Ausstellung vom 03. April – 25. Juni 2020:
DIE LESBARKEIT DES SPIELFELDES von Hagen Bonifer
Die Einladungskarten für die Vernissage waren gedruckt, aber die erste Ausstellung der Frankfurter KunstSäule im Jahr 2020 darf wegen des Corona-Virus nicht mit einer Vernissage eröffnet werden. Und doch ist durch den Einsatz des wackeren Plakatklebers von Ströer die neue Ausstellung seit heute Mittag plakatiert – wie immer, am Brückenstraßenspielplatz im Herzen von Sachsenhausen. Hagen Bonifer zerlegt das Spielfeld eines Fußballplatzes passend zur Corona-Krise, die den ganzen Fußball lahmlegt und offensichtlich auch zerlegt.

Blickt man in den Sportteil der Zeitung, mehren sich die Beiträge, dass nach Corona der Fußball nicht mehr so sein wird wie zuvor. Das Prinzip des immer größer, immer teurer, immer lauter ist an ein Ende gekommen. Die Entgleisungen von Teilen der Ultra-Fußballfans mit Hass-Parolen zuletzt waren wie ein Abgesang vor der nun existierenden Zwangspause. Immer mehr Wettbewerbe und Live-Übertragungen führen auch zu einer zunehmenden Verwässerung und zu einem Verlust an Spielkultur. Ja, der Fußball wie er war, wird in den Tagen des Stillstands fast lautlos zerschmettert und blickt einer ungewissen Zukunft entgegen.

Da kommt die Frühlingsausstellung auf der Frankfurter KunstSäule gerade recht! Denn hier zerlegt der hintersinnige Künstler Hagen Bonifer die Kreidelinien des Fußballplatzes in einzelne Zeichen und plädiert visuell eindrücklich für einen Neuanfang: Das Geschäft Fußball, diese globale, ubiquitäre Krake, muss neu gedacht, organisiert und sortiert werden. Insolvenzen von kleineren Vereinen sowie sinkendes Niveau auf dem Transfermarkt und bei Gehältern zeichnen sich bereits ab.

Die Corona-Krise haut uns alles um die Ohren, was so schön säuberlich sortiert war. Hagen Bonifer zeigt mit seiner Arbeit, auf der die Linien, die den Fußball fassen, wie explodierte Fragmente erscheinen, den Moment des Zerfalls. Seine Hieroglyphen werden aber auch zu einem eigenen Alphabet, das helfen kann, eine Neusortierung des Fußballs zu formulieren. 

Die Malerei von Hagen Bonifer auf der KunstSäule ist in zwölf Felder im großen Format (Höhe 3,60 m, Umfang 4,25 m) unterteilt und ist in ihren variantenreichen Grüntönen ein hoffnungsvoller Frühlingsbote.

9.  Ausstellung vom 12. September 2019 bis 3. April 2020
WERBUNG FÜR DAS UNERKLÄRLICHE von Jakob Roepke
Die Collagen von Jakob Roepke wirken unmittelbar. Sie haben etwas Gleichnishaftes, Zeitloses, ja Symbolisches. Aber auch etwas Anarchisches, Witziges und Surreales. Seine Figuren sind eher Underdogs als Heroen, sie durchleben für uns anstrengende Manöver. Ein Zimmerboden voller Krokodile, sich verselbständigende Wohnblocks, ein Kampf mit mysteriösen Insekten. Roepke ist ein Nachfahre von Pieter Bruegel dem Älteren, dessen Arbeiten inspirieren ihn zur Findung und Darstellung von Verlorenen der Gegenwart. Er collagiert Origami-Material mit 50er-Jahre-Einschlagware, florentinische Vorsatzpapiere mit Landkartenfetzen. Seine modernen Allegorien regen den Geist an und bleiben doch Bilderrätsel.

Spezialeffektekünstler Harry Haarstark entpackte zur Eröffnung die verhüllte KunstSäule, an der drei Jahre Kunstausstellungen im Öffentlichen Raum gefeiert wurden .

Am Wochenende der Eröffnung zeigte Jakob Roepke zusätzlich Papierarbeiten im Kunstplatz Bockenheim, Landgrafenstrasse 16.

8.  Ausstellung vom 24. Juni bis zum 12. September 2019
CRYSTAL von Friedhard Kiekeben
Der in Chicago lebende Frankfurter Künstler Friedhard Kiekeben war zu Gast an der Frankfurter KunstSäule: In seinem kraftvollen Entwurf erstreckte sich die Säule wie ein Turm in den Himmel und war gleichermaßen mit der Erde verbunden.
Die fast vier Meter hohe Säule verfolgte keinerlei Werbe- oder Kommunikations­zwecke, sondern ruhte dynamisch in sich selbst, begann einen Dialog mit der Umgebung und lud ein zur Kontemplation.

Mit reduzierten Mitteln und im Schwarzweiß-Druck hergestellt, schaffte es der Künstler, die Säule in einen kristallin-dynamischen Pfeiler zu verwandeln. Vielfältige Formen aus der Vektoren-Geometrie erzeugten eine vibrierende visuelle Fläche, die sowohl ein Gefühl von Raum vermittelte als auch von Substanz und Materie, also den Dingen, aus denen eine Stadt zusammengesetzt ist.

Das Original-Motiv von CRYSTAL und weitere Bilder von Friedhard Kiekeben sind aktuell bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen.

7. Ausstellung vom 1. April – 20. Juni 2019
DIE TELEFONGESELLSCHAFT von Ljuba Stille
Die Kölner Künstlerin Ljuba Stille, die man in Frankfurt mit ihren figürlichen Skulpturen und ihren Papierarbeiten bereits kennenlernen konnte, hatte sich in ihrer Arbeit den Standort der Frankfurter KunstSäule, den Alten Friedhof, vorgenommen.

Alter Baumbestand, Grab- und Gedenksteine – ein gewachsenes Kleinod inmitten eines Wohngebietes, das ist der Alte Friedhof am Brückenstraßenspielplatz. Auf der Arbeit von Ljuba Stille versuchten Menschen, noch der analogen Zeit verhaftet, den Verwirrungen der Telekommunikation zu entkommen – doch es scheint, dass sie sich rastlos mehr und mehr in sich selbst und in ihrer kargen Lebenswelt verstricken.

Für ihre Papierarbeiten benutzt Ljuba Stille ausschließlich Altpapier und Leim. Sie verwendet für ihre Collagen keine vorgefundenen Formen, sondern nur die Farbe und Textur der Papiere. In gewisser Weise malt sie mit der Schere.

Die Vernissage fand am 1. April statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von DIE TELEFONGESELLSCHAFT und weitere Bilder von Ljuba Stille waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen.

6. Ausstellung vom 19. September – 29.März 2019
IM RAUSCH DER TIEFE von Frank Kunert
Der Fotograf Frank Kunert hat lange in Frankfurt gelebt, so ist sein Interesse an Wasserhäuschen biografisch verankert. Mit feinem Sinn für Humor nannte er seine Arbeit auf der Frankfurter KunstSäule Im Rausch der Tiefe. Frank Kunerts Welt ist in drei Fotobüchern zu entdecken: Balkons ohne Türen, Autobahntunnel durch Wohnhäuser, überdimensionale Kochtöpfe als Schwimmbecken. Der Künstler baut seinen Ideen buchstäblich ein Haus, indem er sie in kleinen Modellkulissen inszeniert. Er gibt Gedanken- und Wortspielen dreidimensionale Gestalt und macht sie dadurch begreifbar. 

Sein liebevoll-ironischer Blick auf die Menschen und die akribische Darstellung jedes einzelnen Gegenstandes geben seinem Werk Witz und Leichtigkeit. Kunerts aufwendig gebaute, geklebte, bemalte und mit einer analogen Großformatkamera fotografierte Modelle sind Spiegelbilder unserer Ängste, Nöte und Träume. Mal tragisch, mal lustig zeigen sie die Absurditäten des Alltags. Die blaue KunstSäule leuchtete mit diesem Werk durch den Herbst und Winter.

Zur Ausstellung erschien im Frankfurter MeterMorphosen Verlag das Memospiel Kleinanzeigen, das 36 Motive Kunerts mit dazu passenden Anzeigentexten verbindet.

Die Vernissage fand am 29. September statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von IM RAUSCH DER TIEFE und weitere Fotos von Frank Kunert waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen. 

5. Ausstellung vom 28. Mai – 13. September 2018
MAMA (NOT DADA) von Julia Andrews-Clifford
Die Fotomontage-Künstlerin Julia Andrews-Clifford aus London war auf der Frankfurter KunstSäule zu Gast mit einer hintersinnigen raumgreifenden Collage.
Inspiriert von Werbung, Film und Feminismus beschäftigt sie sich in ihren EverydayIcons mit dem Zusammenprall ‚klassischer’ weiblicher Hausarbeit und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Es sind die vergrabenen Biographiefetzen und die versteckten Dramen in Lebensgeschichten von Frauen, die sie stückweise ins Bild rückt. Mit Hilfe von Ausgerissenem und Ausgeschnittenem kreiert sie packende surrealistische Portraits und Landschaften und schafft es, die Spannungen zwischen Privatem und Politischem freizulegen. Angelehnt an Hannah Höch, Gründungsmitglied der Dadaistischen Bewegung von 1920 und Grande Dame der Fotomontage, ist die Anti-Werbung von Julia Andrews-Clifford Ausdruck der Hochachtung vor der „Unbekannten Frau“.

Diese Ausstellung war Teil des Fotografiefestivals RAY PLUS.

Die Vernissage mit einer Performance von Ross Andrews-Clifford fand am 28. Mai statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von MAMA (NOT DADA) und weitere Bilder von Julia Andrews-Clifford waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen.

4. AUSSTELLUNG  vom 5. März – 22. Mai 2018
URBAN LIGHTS von Diana Ninov
Im März 2018 nahm die KunstSäule mit der Frankfurter Künstlerin Diana Ninov an der Biennale für Lichtkunst, der Luminale 2018 teil. Diana Ninov stattete dazu die Oberfläche der Säule mit unterschiedlichem, reflektierendem Material aus und erzeugte so zu wechselnden Tages-, Nacht- und Verkehrszeiten immer wieder neue Leuchteffekte. Dazu stand ihr ein breites Spektrum an Lichtmitteln bereit: lichtleitend, tagesleuchtend, nachleuchtend, reflektierend. 

Je nach Blickwinkel, Entfernung und Wahrnehmungsfähigkeit erlebten die Betrachter eine vielfältige situative Licht-Sinneserfahrung. Man trat näher um sich am Gesamtbild zu beteiligen, um darauf zu schreiben, zu zeichnen, selbst Material aufzukleben, Bilder zu posten und online zu verbreiten.

Fotoblitze, Scheinwerfer vorbeifahrender Autos, Fahrradleuchten, Taschenlampen oder Lichtspots von benachbarten Wohnungen: Die Säule strahlte zurück und leitet weiter.

URBAN LIGHTS wurde von Diana Ninov über soziale Medien kommuniziert und das täglich wachsende Bildereignis in Form einer Bildanimation archiviert und online verbreitet.

Die Vernissage fand am 19. März statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

3. Ausstellung vom 8. Oktober 2017 – 9. März 2018
freigestellt von Katja von Puttkamer
Katja von Puttkamer verschreibt sich in ihrem Werk dem urbanen Raum mit seinen verdichteten Baustrukturen und all seinen Facetten: kleine Läden, Häuserfassaden, Gebäudefluchten und Architekturdetails. Die Malerin, die auch an der Freien Kunstakademie Frankfurt unterrichtet, hat sich die Umgebung der KunstSäule zeichnerisch erschlossen und ihr Skizzenbuch gefüllt. Mit kräftigen Farben oder auch lasierendem Farbauftrag arbeitet sie seit vielen Jahren an ihren Transformationen des Alltags, die auch Unorte und Fragmente von Fassaden in anregende Kunst verwandeln. Ihre Intervention zielt ins Herz der Sachsenhäuser Nachkriegsarchitektur.

Die Vernissage fand am 8. Oktober statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Presseartikel zur Ausstellung freigestellt von Katja von Puttkamer

Gouache mit Impulsen– Frankfurter Rundschau, 11.2017
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Notizbuch-Skizzen an der Frankfurter KunstSäule– Brandbook Blog, 20.10. 2018
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2. Ausstellung vom 25. August – 6. Oktober 2017
RUDIMENTAL von Nicolaj Dudek

Nicolaj Dudek ist ein einfallsreicher Grenzgänger, immer dabei, den Zeichnungsbegriff zu erweitern. Der HfG-Absolvent beschäftigt sich in seinem Werk seit vielen Jahren mit der Kehrseite der Werbewelt. Mit den Techniken der Übermalung und des Transferdrucks raubt er Reklamevorlagen die werbende Botschaft und führt sie in überraschende neue Zusammenhänge. Statt schöner Körper und makelloser Flächen finden sich auf seinen Zeichnungen etwa abstrakte Paare und entleerte Fragmente des Konsums. Über die Frankfurter KunstSäule spannte der Künstler ein kunstvolles Netz, in dem die von ihm verwandelte Werbewelt zappelte.
Die Vernissage fand am 25. August statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

1. Ausstellung vom 18. Mai- 23. August 2017
Drei Sechs Null° von Daniel Hartlaub
Daniel Hartlaub, bekannt durch seine Schwarzen Zeichnungen, war der erste Künstler, der die Litfaßsäule zur Kunstplattform mit dem Titel Drei Sechs Null° umgewandelt hat. Sein Rundbild wurde virtuell mit bewegten Bildern von der Eröffnungsperformance von Kath Wit und Stella Schimmele und akustisch mit Elektroklängen von J Peter Schwalm erweitert. Die Vernissage fand am 18. Mai 2017 statt, zu der Florian Koch und Prof. Christian Janecke (HfG) sprachen.

Presseartikel zur Ausstellung Drei Sechs Null° von Daniel Hartlaub.

Düsterer Sog– Frankfurter Rundschau, 5.2017
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Litfaßsäule wird zum Kunstwerk- Frankfurter Neue Presse, 5.2017
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Kunst an der Litfaßsäule– Journal Frankfurt
Bereits anlässlich der Luminale 2016 wurde von dem HfG-Absolventen Daniel Hartlaub eine Litfaßsäule der Firma Ströer vor dem Museum für Kommunikation bemalt. Das Feedback auf diese Arbeit war so gut, dass Koch und Hartlaub die Idee kam, eine Litfaßsäule in der Kreativmeile Brückenstraße aufzustellen und in den Jahren 2017, 2018 und 2019 für Wechselausstellungen, in denen künstlerische Arbeiten von Künstlern vorgestellt werden, zu nutzen.“ Journal Frankfurt, 16.5.17
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Eine Litfaßsäule für die Kunst– Frankfurter Rundschau
15 Quadratmeter stehen ihm zur Verfügung. Der Absolvent der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ist gegenständlicher Zeichner und Filmemacher. Beim Zeichnen versuche er oft so etwas wie ein Bühnenbild zu erschaffen. Für die Säule hat er sich das Thema Zukunft vorgegeben. Eine Herausforderung für das fast schon altertümlich anmutende Medium Plakatsäule. Betrachter sollen die Säule umrunden und dabei eine Geschichte erleben.“  FR, 8.5.17
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