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7. Ausstellung vom 1. April – 20. Juni 2019
DIE TELEFONGESELLSCHAFT von Ljuba Stille

Die Kölner Künstlerin Ljuba Stille, die man in Frankfurt mit ihren figürlichen Skulpturen und ihren Papierarbeiten bereits kennenlernen konnte, hatte sich in ihrer Arbeit den Standort der Frankfurter KunstSäule, den Alten Friedhof, vorgenommen.

Alter Baumbestand, Grab- und Gedenksteine – ein gewachsenes Kleinod inmitten eines Wohngebietes, das ist der Alte Friedhof am Brückenstraßenspielplatz. Auf der Arbeit von Ljuba Stille versuchten Menschen, noch der analogen Zeit verhaftet, den Verwirrungen der Telekommunikation zu entkommen – doch es scheint, dass sie sich rastlos mehr und mehr in sich selbst und in ihrer kargen Lebenswelt verstricken.

Für ihre Papierarbeiten benutzt Ljuba Stille ausschließlich Altpapier und Leim. Sie verwendet für ihre Collagen keine vorgefundenen Formen, sondern nur die Farbe und Textur der Papiere. In gewisser Weise malt sie mit der Schere.

Die Vernissage fand am 1. April statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von DIE TELEFONGESELLSCHAFT und weitere Bilder von Ljuba Stille waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen.

www.ljuba-stille.de

6. Ausstellung vom 19. September – 29.März 2019
IM RAUSCH DER TIEFE von Frank Kunert

Der Fotograf Frank Kunert hat lange in Frankfurt gelebt, so ist sein Interesse an Wasserhäuschen biografisch verankert. Mit feinem Sinn für Humor nannte er seine Arbeit auf der Frankfurter KunstSäule Im Rausch der Tiefe. Frank Kunerts Welt ist in drei Fotobüchern zu entdecken: Balkons ohne Türen, Autobahntunnel durch Wohnhäuser, überdimensionale Kochtöpfe als Schwimmbecken. Der Künstler baut seinen Ideen buchstäblich ein Haus, indem er sie in kleinen Modellkulissen inszeniert. Er gibt Gedanken- und Wortspielen dreidimensionale Gestalt und macht sie dadurch begreifbar. 

Sein liebevoll-ironischer Blick auf die Menschen und die akribische Darstellung jedes einzelnen Gegenstandes geben seinem Werk Witz und Leichtigkeit. Kunerts aufwendig gebaute, geklebte, bemalte und mit einer analogen Großformatkamera fotografierte Modelle sind Spiegelbilder unserer Ängste, Nöte und Träume. Mal tragisch, mal lustig zeigen sie die Absurditäten des Alltags. Die blaue KunstSäule leuchtete mit diesem Werk durch den Herbst und Winter.

Zur Ausstellung erschien im Frankfurter MeterMorphosen Verlag das Memospiel Kleinanzeigen, das 36 Motive Kunerts mit dazu passenden Anzeigentexten verbindet.

Die Vernissage fand am 29. September statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von IM RAUSCH DER TIEFE und weitere Fotos von Frank Kunert waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen. 

 

5. Ausstellung vom 28. Mai – 13. September 2018
MAMA (NOT DADA) von Julia Andrews-Clifford

Die Fotomontage-Künstlerin Julia Andrews-Clifford aus London war auf der Frankfurter KunstSäule zu Gast mit einer hintersinnigen raumgreifenden Collage.
Inspiriert von Werbung, Film und Feminismus beschäftigt sie sich in ihren EverydayIcons mit dem Zusammenprall ‚klassischer’ weiblicher Hausarbeit und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Es sind die vergrabenen Biographiefetzen und die versteckten Dramen in Lebensgeschichten von Frauen, die sie stückweise ins Bild rückt. Mit Hilfe von Ausgerissenem und Ausgeschnittenem kreiert sie packende surrealistische Portraits und Landschaften und schafft es, die Spannungen zwischen Privatem und Politischem freizulegen. Angelehnt an Hannah Höch, Gründungsmitglied der Dadaistischen Bewegung von 1920 und Grande Dame der Fotomontage, ist die Anti-Werbung von Julia Andrews-Clifford Ausdruck der Hochachtung vor der „Unbekannten Frau“.

Diese Ausstellung war Teil des Fotografiefestivals RAY PLUS.

Die Vernissage mit einer Performance von Ross Andrews-Clifford fand am 28. Mai statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

Das Original-Motiv von MAMA (NOT DADA) und weitere Bilder von Julia Andrews-Clifford waren während der Laufzeit der Ausstellung bei der Taschenmanufaktur Affentor, Fahrgasse 23, in Frankfurt zu sehen und zu kaufen.

julia-andrews-clifford.co.uk

4. AUSSTELLUNG  vom 5. März – 22. Mai 2018
URBAN LIGHTS von Diana Ninov
Im März 2018 nahm die KunstSäule mit der Frankfurter Künstlerin Diana Ninov an der Biennale für Lichtkunst, der Luminale 2018 teil. Diana Ninov stattete dazu die Oberfläche der Säule mit unterschiedlichem, reflektierendem Material aus und erzeugte so zu wechselnden Tages-, Nacht- und Verkehrszeiten immer wieder neue Leuchteffekte. Dazu stand ihr ein breites Spektrum an Lichtmitteln bereit: lichtleitend, tagesleuchtend, nachleuchtend, reflektierend. 

Je nach Blickwinkel, Entfernung und Wahrnehmungsfähigkeit erlebten die Betrachter eine vielfältige situative Licht-Sinneserfahrung. Man trat näher um sich am Gesamtbild zu beteiligen, um darauf zu schreiben, zu zeichnen, selbst Material aufzukleben, Bilder zu posten und online zu verbreiten.

Fotoblitze, Scheinwerfer vorbeifahrender Autos, Fahrradleuchten, Taschenlampen oder Lichtspots von benachbarten Wohnungen: Die Säule strahlte zurück und leitet weiter.

URBAN LIGHTS wurde von Diana Ninov über soziale Medien kommuniziert und das täglich wachsende Bildereignis in Form einer Bildanimation archiviert und online verbreitet.

Die Vernissage fand am 19. März statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

www.dddd.de

3. Ausstellung vom 8. Oktober 2017 – 9. März 2018
freigestellt von Katja von Puttkamer
Katja von Puttkamer verschreibt sich in ihrem Werk dem urbanen Raum mit seinen verdichteten Baustrukturen und all seinen Facetten: kleine Läden, Häuserfassaden, Gebäudefluchten und Architekturdetails. Die Malerin, die auch an der Freien Kunstakademie Frankfurt unterrichtet, hat sich die Umgebung der KunstSäule zeichnerisch erschlossen und ihr Skizzenbuch gefüllt. Mit kräftigen Farben oder auch lasierendem Farbauftrag arbeitet sie seit vielen Jahren an ihren Transformationen des Alltags, die auch Unorte und Fragmente von Fassaden in anregende Kunst verwandeln. Ihre Intervention zielt ins Herz der Sachsenhäuser Nachkriegsarchitektur.

Die Vernissage fand am 8. Oktober statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.

www.katjavonputtkamer.de

Presseartikel zur Ausstellung freigestellt von Katja von Puttkamer
Gouache mit Impulsen– Frankfurter Rundschau, 11.2017
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Notizbuch-Skizzen an der Frankfurter KunstSäule– Brandbook Blog, 20.10. 2018
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2. Ausstellung vom 25. August – 6. Oktober 2017
RUDIMENTAL von Nicolaj Dudek

Nicolaj Dudek ist ein einfallsreicher Grenzgänger, immer dabei, den Zeichnungsbegriff zu erweitern. Der HfG-Absolvent beschäftigt sich in seinem Werk seit vielen Jahren mit der Kehrseite der Werbewelt. Mit den Techniken der Übermalung und des Transferdrucks raubt er Reklamevorlagen die werbende Botschaft und führt sie in überraschende neue Zusammenhänge. Statt schöner Körper und makelloser Flächen finden sich auf seinen Zeichnungen etwa abstrakte Paare und entleerte Fragmente des Konsums. Über die Frankfurter KunstSäule spannte der Künstler ein kunstvolles Netz, in dem die von ihm verwandelte Werbewelt zappelte.
Die Vernissage fand am 25. August statt, zu der Florian Koch einleitend sprach.
www.nicolaj-dudek.de

 

1. Ausstellung vom 18. Mai- 23. August 2017
Drei Sechs Null° von Daniel Hartlaub
Daniel Hartlaub, bekannt durch seine Schwarzen Zeichnungen, war der erste Künstler, der die Litfaßsäule zur Kunstplattform mit dem Titel Drei Sechs Null° umgewandelt hat. Sein Rundbild wurde virtuell mit bewegten Bildern von der Eröffnungsperformance von Kath Wit und Stella Schimmele und akustisch mit Elektroklängen von J Peter Schwalm erweitert. Die Vernissage fand am 18. Mai 2017 statt, zu der Florian Koch und Prof. Christian Janecke (HfG) sprachen.
www.danielhartlaub.com

 

Presseartikel zur Ausstellung Drei Sechs Null° von Daniel Hartlaub.
Düsterer Sog– 
Frankfurter Rundschau, 5.2017
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Litfaßsäule wird zum Kunstwerk- Frankfurter Neue Presse, 5.2017
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Kunst an der Litfaßsäule– Journal Frankfurt
Bereits anlässlich der Luminale 2016 wurde von dem HfG-Absolventen Daniel Hartlaub eine Litfaßsäule der Firma Ströer vor dem Museum für Kommunikation bemalt. Das Feedback auf diese Arbeit war so gut, dass Koch und Hartlaub die Idee kam, eine Litfaßsäule in der Kreativmeile Brückenstraße aufzustellen und in den Jahren 2017, 2018 und 2019 für Wechselausstellungen, in denen künstlerische Arbeiten von Künstlern vorgestellt werden, zu nutzen.“ Journal Frankfurt, 16.5.17
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Eine Litfaßsäule für die Kunst– Frankfurter Rundschau
15 Quadratmeter stehen ihm zur Verfügung. Der Absolvent der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ist gegenständlicher Zeichner und Filmemacher. Beim Zeichnen versuche er oft so etwas wie ein Bühnenbild zu erschaffen. Für die Säule hat er sich das Thema Zukunft vorgegeben. Eine Herausforderung für das fast schon altertümlich anmutende Medium Plakatsäule. Betrachter sollen die Säule umrunden und dabei eine Geschichte erleben.“  FR, 8.5.17
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